27 April 2026, 14:35

Wolfsangriff in Thüringen: Sechs Schafe tot – Familie kämpft um ihre Existenz

Eine bewaldete Landschaft mit einer Schafherde im Vordergrund, umgeben von Bäumen und Pflanzen, und Text am unteren Rand.

Wolfsangriff in Thüringen: Sechs Schafe tot – Familie kämpft um ihre Existenz

Wolfsangriff auf Schafherde in Thüringen: Sechs Tiere tot, Familie in Not

In der Nähe von Urnshausen in Thüringen ist am Wochenende eine Schafherde angegriffen worden. Sechs Mutterschafe starben, weitere wurden schwer verletzt. Der Oberhirte Egon Specht entdeckte die Spuren am Sonntagmorgen – Bisswunden deuten auf einen Wolfsangriff hin. Der Vorfall belastet die Familie Specht finanziell und emotional stark.

Am Sonntag fand Specht sechs tote Mutterschafe und zwei weitere schwer verletzte Tiere in seiner Herde. Sechs weitere Schafe wiesen Bissverletzungen auf und mussten dringend tierärztlich versorgt werden. Aufgrund des Ausmaßes der Schäden vermutet die Familie, dass mehrere Wölfe beteiligt waren.

Die Hirten meldeten den Angriff umgehend an das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, genauer an das dortige Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse. Proben wurden entnommen, um den Wolfsverdacht zu bestätigen. Die Familie Specht hat jahrelang diese Tiere gezüchtet und gepflegt – die Verluste treffen sie besonders hart.

Neben den finanziellen Einbußen betonen die Schafhalter ihre wichtige Rolle bei der Erhaltung der offenen Kulturlandschaft der Rhön durch extensive Beweidung. Der Angriff befeuert zudem die Forderungen thüringischer Nutztierhalter nach klareren gesetzlichen Regelungen im Umgang mit Wölfen, die ihre Herden bedrohen.

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Die Ermittlungen zum Vorfall laufen noch; die Behörden werten die gesicherten Proben aus. Sollte sich der Wolfsangriff bestätigen, steigt der Druck auf die Politik, die Konflikte zwischen Weidetierhaltung und Wolfsschutz zu lösen. Die Familie Specht steht nun vor der Herausforderung, ihre Herde wieder aufzubauen – und setzt sich gleichzeitig für besseren Schutz vor künftigen Angriffen ein.

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