21 March 2026, 00:40

Apotheker in Baden-Württemberg kämpfen um faire Notdienst-Vergütung nach 20 Jahren Stillstand

Apothekeneingang mit einem "Apotheke"-Schild links, einer Tafel mit Text rechts, Hintergrundobjekten und beleuchteter Dachbeleuchtung.

Apotheker in Baden-Württemberg kämpfen um faire Notdienst-Vergütung nach 20 Jahren Stillstand

Apotheker in Baden-Württemberg protestieren für bessere Notdienst-Vergütung

Am 23. März 2026 haben Apotheker in Baden-Württemberg mit einer Demonstration höhere Bezuschussung für Notdienste gefordert. Die Kundgebung fand vor der Christoph-Apotheke in Pforzheim statt – einer der letzten offenen Apotheken in der Region, die an diesem Tag Notdienst hatte. Die Organisatoren riefen zu flächendeckenden Schließungen auf, doch wie viele sich beteiligten, blieb unklar.

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Andreas Plommer, Inhaber der Christoph-Apotheke, hatte sich für einen vollständigen Streik aller Notdienst-Apotheken ausgesprochen. Er kritisierte, dass die Vergütung für Notdienste seit über zwei Jahrzehnten nicht angehoben worden sei. Statt zu schließen, blieb seine Apotheke jedoch geöffnet – mit fünf Mitarbeitern am Vormittag und vier am Nachmittag.

Christian Kraus, Vorsitzender des LAV-Kreisverbands Pforzheim, forderte Kollegen auf, in Arbeitskleidung mit Plakaten und Flugblättern an der Demonstration teilzunehmen. Er betonte die Bedeutung von Geschlossenheit und Sichtbarkeit, räumte aber ein, dass es erheblichen Überzeugungsaufwand gebraucht habe, um fast alle Apotheken der Region zur Schließung zu bewegen. Die Landesapothekerkammer hatte jedoch Betriebsunterbrechungen untersagt, sodass Notdienst-Apotheken rechtlich zum Öffnen verpflichtet blieben.

Kraus rief die Teams zudem dazu auf, während des Protests im Dialog mit Patienten zu bleiben. Während viele Apotheken ihre Türen geschlossen hielten, lief der Notdienst in ganz Deutschland wie gewohnt weiter.

Die Aktion lenkte die Aufmerksamkeit auf die seit Langem bestehenden Probleme mit stagnierenden Notdienst-Gebühren. Die Apotheken in Baden-Württemberg zeigten breite Unterstützung, auch wenn keine offiziellen Zahlen zu Schließungen vorlagen. Ziel der Demonstration war es, finanzielle Reformen voranzutreiben – ohne dabei die Versorgung der Patienten zu gefährden.

Quelle