Baden-Württemberg warnt: Ohne Zuwanderung droht ein Milliardenverlust bis 2035

Käte Kitzmann
Käte Kitzmann
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Eine Liniengrafik, die die Beschäftigungsquote in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Kontext für die Daten liefert.Käte Kitzmann

IHK: Ohne Zuwanderung fehlen 200.000 Jobs bis 2035 - Baden-Württemberg warnt: Ohne Zuwanderung droht ein Milliardenverlust bis 2035

Baden-Württembergs Wirtschaft drohen schwere Risiken, falls die Zuwanderung nachlässt. Wirtschaftsführer warnen, dass strengere Regeln den Fachkräftemangel verschärfen und wichtige Branchen schwächen könnten. Ohne ausländische Arbeitskräfte könnte die Region bis 2035 Milliarden an Wirtschaftsleistung einbüßen.

Ein neuer Bericht unterstreicht die starke Abhängigkeit der Region von qualifizierten Migrantinnen und Migranten. Im Gesundheitssektor würde ein Rückgang um 2,5 Prozent bei ausländischen Beschäftigten 15.000 zusätzliche unbesetzte Stellen hinterlassen. Auch die IT-, Kommunikations- und Cybersicherheitsbranche wäre betroffen – hier gingen 9.000 Fachkräfte verloren, ein Minus von 4,7 Prozent.

Der allgemeine Arbeitskräftemangel droht sich dramatisch zu verschärfen. Ohne Zuwanderung könnte die Zahl der unbesetzten Stellen bis 2035 von 380.000 auf 580.000 steigen. Das würde ein Defizit von rund 200.000 Arbeitskräften bedeuten und der Region etwa 220 Milliarden Euro an entgangener Produktivität kosten.

Unternehmensvertreter fordern nun schnelles Handeln. Susanne Herre, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Stuttgart, betont die Notwendigkeit beschleunigter und vereinfachter Zuwanderungsverfahren. Bürokratische Hürden und Verzögerungen, so ihre Warnung, könnten die wirtschaftliche Stärke der Region untergraben.

Exakte Zahlen zu ausländischen Fachkräften in Gesundheitswesen und IT liegen weiterhin nicht vor. Zwar zeigen Genehmigungen – etwa für 704 Stellenangebote aus Drittstaaten im Jahr 2025 – eine hohe Nachfrage, doch gesamtdeutsche Statistiken und Herkunftsländer bleiben unvollständig.

Die Warnungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Baden-Württemberg in zahlreichen Branchen verzweifelt nach Personal sucht. Ohne kontinuierliche Zuwanderung werden Sektoren wie Gesundheit und Technologie noch stärker unter Personalmangel leiden. Die wirtschaftlichen Folgen könnten über offene Stellen hinausgehen und das langfristige Wachstum sowie die Stabilität der Region gefährden.

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