Kernenergie wird zum Game-Changer für Rechenzentren – und stellt Versicherer vor Rätsel
Kernenergie wird zum Game-Changer für Rechenzentren – und stellt Versicherer vor Rätsel
Kernenergie gewinnt an Bedeutung für die Stromversorgung von Rechenzentren – und verändert damit die Versicherungsbranche
Der Anteil der Kernenergie an der Stromversorgung von Rechenzentren steigt: Während er heute bei etwa 15 Prozent liegt, könnte er bis 2040 auf bis zu 20 Prozent klettern. Diese Entwicklung eröffnet der Versicherungs- und Rückversicherungsbranche neue Chancen – aber auch Risiken. Denn mit dem wachsenden Bedarf an stabiler, CO₂-armer Energie nehmen weltweit die Investitionen in Kernenergie-Projekte zu, insbesondere in Europa und Asien, wo Regierungen und Technologiekonzerne den Ausbau vorantreiben.
Bisher sind Rückversicherer bereits in den Bau und Betrieb von Kernenergie-Kraftwerken eingebunden, doch ihre Kapazitäten bleiben durch bestehende Kernenergie-Versicherungspools begrenzt. Nun sucht die Branche nach Wegen, den Versicherungsschutz auszuweiten – vor allem für aufstrebende Technologien wie kleine modulare Reaktoren (Small Modular Reactors, SMR). Zwar sind derzeit nur vier dieser Kompaktmeiler in Betrieb – zwei in Russland, einer in China und einer in Japan –, doch Dutzende weitere befinden sich in Entwicklung, unter anderem in China, Polen, Indien, den USA, Großbritannien, Australien und Kanada. Besonders China und Indien treiben die Expansion voran, gestützt durch staatliche Förderung und langfristige Kernenergie-Strategien.
Auch große Technologieunternehmen setzen zunehmend auf Kernenergie, einschließlich SMR, um ihre Rechenzentren mit zuverlässigem Strom zu versorgen. Doch dieser Trend stellt Versicherer vor komplexe Herausforderungen: von Bau- und Betriebsrisiken über Haftungsfragen und Entsorgungsprobleme bis hin zu Bedenken in der öffentlichen Wahrnehmung. Der Versicherungsmarkt arbeitet noch an passenden Lösungen, um diese Lücken zu schließen – etwa bei Transport- und Haftpflichtdeckungen für SMR.
Wie Jimmy Keime, Leiter Engineering & Nuclear bei Swiss Re, betont, nehmen die Investitionen in Kernenergie global zu. Neben der Dekarbonisierung gilt Atomkraft zunehmend als Schlüsseltechnologie, um den rasant steigenden Energiebedarf der digitalen Infrastruktur und der Elektrifizierung zu decken. Diese Doppelfunktion – Klimaziele und Wirtschaftswachstum gleichermaßen zu unterstützen – prägt die Energielandschaft neu.
Die wachsende Abhängigkeit von Kernenergie für Rechenzentren und Digitalisierung eröffnet der Versicherungswirtschaft zwar neue Geschäftsfelder, erfordert aber auch innovative Ansätze zur Bewältigung der sich wandelnden Risiken. Angesichts der zunehmenden Zahl an Projekten und des Markteintritts von Tech-Unternehmen müssen Versicherer ihre Deckungskonzepte anpassen, um diesen Wandel zu begleiten. Wie gut es der Branche gelingt, diese Herausforderungen zu meistern, wird entscheiden, wie erfolgreich sie die wachsende Rolle der Kernenergie im Energiemix wirtschaftlich nutzen kann.
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