Verkehrswende in Baden-Württemberg: Was vor der Landtagswahl 2026 wirklich erreicht wurde

Alida Zänker
Alida Zänker
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Ein Bus fährt unter einer Brücke mit einem "Jetzt ist Einschreibung möglich"-Schild, während Menschen auf einem Fußweg darunter gehen, mit Strommasten und Drähten an der Straße und Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.Alida Zänker

Verkehrswende in Baden-Württemberg: Was vor der Landtagswahl 2026 wirklich erreicht wurde

Verkehrspolitik rückt in den Mittelpunkt, während Baden-Württemberg sich auf die Landtagswahl am 8. März 2026 vorbereitet. Eine aktuelle Studie der Hochschule RheinMain zeigt, dass 75 Prozent der Verkehrsvorhaben aus dem Koalitionsvertrag von 2021 entweder bereits umgesetzt oder in Arbeit sind. Doch obwohl alle Parteien das Thema Verkehr in ihren Wahlprogrammen betonen, reichen ihre Ansätze von zurückhaltenden Anpassungen bis hin zu mutigen Reformen.

Die Untersuchung analysierte, wie viele der im Koalitionsvertrag von 2021 festgelegten Verkehrs- und Mobilitätsziele bisher verwirklicht wurden. Die Forscher stellten fest, dass drei Viertel der Maßnahmen – von der Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs über den Radverkehr bis hin zu übergreifenden Mobilitätskonzepten – mittlerweile abgeschlossen oder auf dem Weg sind. Der ADAC, Deutschlands größter Automobilclub, bestätigte diese Fortschritte und bewertete sie als positives Ergebnis.

Trotz dieser Erfolge verweist der Bericht auf eine zögerliche Haltung bei der Umsetzung tiefgreifender Verkehrsreformen. Zwar gab es Fortschritte beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Radinfrastruktur, doch der politische Wille für radikale Veränderungen scheint begrenzt. Kommunen erhielten zudem Unterstützung, um eigene Verkehrsprojekte nach lokalen Bedürfnissen zu gestalten.

Mit Blick auf die Wahl 2026 spielen Mobilitätsthemen in den Programmen aller großen Parteien eine Rolle – doch die Vorstellungen gehen weit auseinander. Einige setzen auf eine weitgehend unveränderte Fortführung der bisherigen Politik, andere fordern grundlegende Umbrüche. Die Fußgängermobilität hingegen bleibt in den meisten Parteiprogrammen ein nachrangiges Thema.

Die Studie belegt, dass Baden-Württemberg bei der Verkehrspolitik stetige Fortschritte macht: Die meisten Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag von 2021 sind entweder bereits realisiert oder in der Umsetzung. Besonders der öffentliche Nahverkehr und der Radverkehr wurden vorangetrieben, und Städte sowie Gemeinden verfügen nun über bessere Mittel, um eigene Verkehrskonzepte zu entwickeln. Doch während die Wahl näher rückt, bleibt umstritten, wie weit das Land bei der Transformation seiner Mobilitätssysteme gehen soll.

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